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Berichte/Rezensionen

Gehen in Museen bald wieder die Türen auf?

Kunsthäuser empfehlen sich als ideale Orte für Lockerungen nach dem Kultur-Shutdown der Corona-Krise
von Stephan Lüddemann
Neue Osnabrücker Zeitung, Donnerstag, 30 April 2020

OSNABRÜCK „Wenn man Möbelhäuser öffnen kann, dann kann man auch Museen wieder aufmachen“: Marcus Dekiert bringt mit optimistischem Lachen auf den Punkt, was Kulturmacher gerade bewegt. Der Direktor des Kölner Wallraf-Richartz-Museums möchte die Türen seines Hauses wieder öffnen. „Wir hoffen auf den 6. Mai“, ... In gleicher Weise meldet auch der Kunstkritikerverband AICA zu Wort. „Die Menschen sind kulturell ausgehungert“, sagt Danièle Perrier, Präsidentin der deutschen Sektion des internationalen Verbandes. [zum Artikel] [415 KB]

Wie könnte ein New Deal für die Kunst aussehen?

Die Kunst steckte schon vor Corona in der Krise. Was der Staat jetzt tun kann, um ihr eine Zukunft zu sichern – und sich selbst auch.
von Kolja Reichert, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin, FAS, 26.04.2020

Während Restaurants und Fußballclubs in dieser Woche von der Politik ein kleiner Zukunftsstreif am Horizont gesichert wurde, werden die Hilferufe aus der Kultur immer lauter. Am Donnerstag forderten die Kulturminister der Länder, zu deren Hoheit die Kultur eigentlich gehört, in einem offenen Brief an die Bundesregierung einen „gesamtstaatlichen Kraftakt“, um „eine drohende Verarmung der Kunst- und Kulturlandschaft nach der Corona-Krise zu verhindern“.

Auch in der Kulturpolitik schlägt die Stunde des starken Staates. Zuletzt hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters beharrlich auf den Erfolg verwiesen, dass Kulturschaffende genauso von den Soforthilfen von Bund und Ländern profitierten wie andere Selbständige. Das sei eine nie dagewesene Solidaritätserklärung der Politik an die Künstler, sagte sie etwa dem Kunstmagazin „Frieze“ und stellte zugleich Strukturprogramme für die Kultur auf europäischer Ebene in Aussicht.

Nanu. Muss die Kultur plötzlich nicht mehr erklären, dass sie kein Luxus ist,...[mehr]