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2019 The making of Husbands:

Christina Ramberg in Dialogue

Christina Ramberg

Christina Ramberg_ Image 6 LQ

Auf beispielhafte Weise unterlief die Gruppenausstellung „The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue“ die Tendenz zur kritiklosen Verstärkung von Einzelpositionen oder eindeutigen (politischen) Statements. Kuratorin Anna Gritz präsentierte nicht nur ein wenig untersuchtes Werk – die typisierten Torsi der Chicagoer Malerin Christina Ramberg (1946 - 1995) –, sondern stellte es in subtile Korrespondenzen mit vielen weiteren Werken, die einander in den unterschiedlichsten Werkformen umkreisten: von den Körperabstraktionen Alexandra Birckens und Senga Nengudis bis zu Para-Formen wie den Steckdosenleuchten von Ghislaine Leung oder den für die Ausstellung entwickelten Papiertapeten Gaylen Gerbers. Einerseits befreiten die Werke einander aus der Identität mit sich selbst, andererseits stellten sie den Blick auf ihre jeweiligen Eigenheiten scharf. Eine präzise gesetzte, in ihrer Kompromisslosigkeit erfrischende und ermutigende Einladung zum offenen Abenteuer künstlerischen Eigensinns.

Kolja Reichert
7. März 2020