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2019

Wir gratulieren Klaus Honnef zum 80. Geburtstag!

Einer wie er, immer bemüht, die Künstler und ihre Arbeit ins richtige Licht zu setzen, wird auch am 14. Oktober, seinem 80. Geburtstag, schreibend am Schreibtisch sitzen, meint Günter Herzog, Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung (ZADIK), Köln. Klaus Honnef, so sagt der oberste Archivar des Kunsthandels, hätte bereits in den zurückliegenden Jahrzehnten eine solche atemberaubende Produktivität dokumentiert, dass man sich den in Bonn lebenden Jubilar gar nicht andernorts vorstellen könne (allenfalls noch als Kurator in Museen, Kunstvereinen oder Galerien). Gemeinsam mit Gabriele Honnef-Harling, die ihren Mann seit 1973 als Korrektiv tatkräftig begleitet, und unterstützt, hat der weithin auch als der FotografieExperte schlechthin Geschätzte ein Privatarchiv zusammengetragen, das seit sieben Jahren zum Großteil im ZADIK verwahrt wird. Was dort unter der Bestandsnummer G 21 zu entdecken ist und obendrein per „sediment"-Veröffentlichung „Klaus Honnef - Von der Konzeptkunst zur Fotografie" in Ausschnitten kommuniziert wird, sind Archivalien der hochkarätigsten Art. Denn die Honnefs haben nicht nur die Entwicklung der Nachkriegsmoderne in Deutschland kritisch beobachtet, sondern sie zudem teils mitgeprägt.
Klaus Honnef, der bereits mit Mitte 20, als Youngster also, den Feuilleton Chef der „Aachener Nachrichten" gab, war früh zweispurig tätig. Einerseits war er, der seit Jahrzehnten auch für die KUNSTZEITUNG schreibt (bislang über 150 Artikel), als Kunstkritiker und Buchautor aktiv, andererseits hat der studierte Soziologe und Historiker von Anfang an geme Ausstellungen konzipiert und mit scharfem Auge inszeniert. Schon in den Sechzigern kuratierte er die erste institutionelle Schau von Gerhard Richter, und damals entstand auch die mittlerweile legendäre "Gegenverkehr"-Ausstellung.
Nach knapp fünf Jahren Leitung des Westfälischen Kunstvereins in Münster folgte 1974 der Wechsel zum Rheinischen Landesmuseum in Bonn, wo er ein Vierteljahrhundert lang als Ausstellungschef die Weichen stellte. Ihm verdanken bedeutende Künstler wie Bernhard Johannes Blume, Isa Genzken, Candida Höfer, Jürgen Klauke und Rosemarie Trockel ihre ersten Museumspräsentationen. Natürlich wirkte er wiederholt führend bei der documenta in Kassel mit. Ob Manfred Schneckenburger oder Harald Szeemann: Keiner mochte auf den vielseitig talentierten Fachmann verzichten. Obendrein war Honnef insgesamt rund 30 Jahre lang in der Lehre tätig, und im Internationalen Kunstkritikerverband, der AICA, engagiert sich der Professor mit gleicher Inbrunst. Ein Tausendsassa der Kunst, so könnte man sagen, würde es nicht ein wenig oberflächlich klingen und folglich unangemessen sein. Denn Klaus Honnef, unser Freund, ist ein Mann des Tiefgangs, wirklich kein Luftikus.

Karlheinz Schmid
Kunstzeitung, Oktober 2019, Nr. 278

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Lieber Vitt, Wir gratulieren zum 80. Geburtsag!

Am 2. Oktober wurde Walter Vitt seinen 80 Jahre alt. Am Vorabend seines Geburtstags, den er im intimen Kreis seiner Familie feierte, widmete ihm die AICA eine Hommage anlässlich der Verleihung des Prize for Distinguished Art Criticism an Walter Grasskamp im Museum Ludwig Köln. Sein langjähriger Freund Henry Meyric Hughes erzählte, wie er am Vortag mit Walter Vitt in die Südstadt gefahren sei, um das von ihm angeregte Bücherverbrennung 1933-Mahnmal von 2018 zu besuchen. Der Artikel von Johann Zajaczkowski in Meine Südstadt erschienen, zeugt vom bescheidenen Auftreten des langjährigen Präsidenten der AICA Deutschland und ist hier zu lesen. Uta M. Reindl, Vize-Präsidentin der AICA Deutschland, wies auf die Bedeutung der von ihm iniziierten und weiterhin betreuten Reihe Schriften zur Kunstkritik, von denen bereits 27 Bände erschienen sind. Man kann von einer wahrhaft bibliophilen Auflage sprechen, denn die kleinen Bände von nur 48 Seiten und Taschenbuchformat zeichnen sich nicht nur durch den stringenten Inhalt, das kunstkritische Fragen in ganz speziellen Zusammenhängen darstellt, sondern auch durch die besondere ästhetische Qualität der Bücherreihe, die zum pfleglich Anfassen und nachdenklich lesen einlädt.

Walter, all Deine Kolleginnen und Kollegen wünschen Dir alles Gute zum Geburtstag, vor allem Gesundheit und dass Du weiterhin Freude an Deiner Publikation hast.

Herzlich Deine
Danièle Perrier