Corona News

Ausweitung der NRW- und MKW-Soforthilfeprogramms

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilen mit:
Damit die NRW-Soforthilfe 2020 allen Kleinunternehmen in der Corona-Krise die erhoffte Unterstützung bringt, hat die Landesregierung eine schnelle, faire Vertrauensschutzlösung entwickelt. Denn nach dem Willen der Bundesregierung darf die Soforthilfe nur für laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen verwendet werden und nicht für den Lebensunterhalt. Damit Solo-Selbstständigen, die im März und April keinen Antrag auf Grundsicherung gestellt haben, daraus kein Nachteil entsteht, gewährt die Landesregierung ihnen für diese Monate einen indirekten Zuschuss von insgesamt 2.000 Euro. [mehr]


unerfreuliche Nachrichten

gestern kamen die Ablehnungsschreiben für die Soforthilfe für Künstler*innen von der Landesregierung NRW, da die Gelder aufgebraucht sind. Die Bedingungen für die bundesweite Förderung für Solo-Selbstständige (9.000 € Zuschuss) wurden am 1.4. ja auch noch mal zu unserem Nachteil geändert. Auch wenn dort evt. noch mal etwas in die andere Richtung geändert wird und Verterter*innen der Kulturszene wie der Kulturrat sich dafür stark machen, gehen wir erst einmal leer aus. Vielleicht kann die AICA hier ja auch noch mal einschreiten bzw. etwas formulieren.

Diese neue Initiative aus Köln hat dazu auch noch mal ein paar Gedanken gesammelt:

https://artistinthebox.com/die-soforthilfe-fuer-kuenstlerinnen-ist-aufgebraucht-und-greift-somit-nur-fuer-sehr-wenige-von-uns/?fbclid=IwAR2LfOL_hmQbsWwb_8_Wq8ObkWDEIwuL8wjK2ZEPqU2T0wVMH60vvS4qNUc


Corona Infopool

Corona FAQ für Solo-Selbständige
https://selbststaendige.verdi.de/beratung/corona-infopool/++co++aa8e1eea-6896-11ea-bfc7-001a4a160100


ÜberMedien: Hilfe für freie Journalisten

Einen nicht unwichtigen Hinweis bzgl. einer Minderung der Einkommensprognose bei der KSK-Versicherung bringt ÜBERMEDIEN:

Zwei Dinge sollte man dabei aber unbedingt beachten: Weil zum einen die Beiträge am Monatsanfang immer rückwirkend abgebucht werden, würde sich die Reduzierung erstmals bei der Abbuchung im Mai bemerkbar machen. Zum anderen hat das gemeldete Jahreseinkommen einen direkten Einfluss auf das Krankengeld. Es berechnet sich aus dem angegebenen Einkommen der vergangenen zwölf Monate – in Zeiten einer unbestimmt andauernden Pandemie mit hoher Ansteckungsgefahr muss also jeder für sich entscheiden, ob ein sinnvoll ist, diese Unterstützung im Krankheitsfall freiwillig zu mindern.

Hier der Link auf den Beitrag:

https://uebermedien.de/47459/corona-krise-welche-hilfen-freie-journalisten-beanspruchen-koennen/


Soforthilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft

https://padlet.com/kreativedeutschland/zu41puas9yk3


Kulturrat informiert über Sofort- Hilfe des Bundes

https://www.kulturrat.de/corona/massnahmen-des-bundes/


Kulturrat infomiert über Hilfe der Länder

https://www.kulturrat.de/corona/massnahmen-der-laender/


Kreativ-Kultur Berlin:

Solidarität in Zeiten von Corona / COVID-19: Hilfestellungen für Kunst-, Kultur- und Kreativschaffende. Soforthilfe und -maßnahmen (diese folgende Liste wird laufend aktualisiert)
https://docs.google.com/document/d/1WQrFT7bF2unYqZbLnR0lX95C_XztiYUF5viIERw1wvg/edit#heading=h.hdziozyesthm


Kreatives Sachsen

Ab jetzt können sächsische Kleinstunternehmen und Selbständige die Soforthilfe des Freistaats in der Coronakrise "Sachsen hilft sofort" in Anspruch nehmen. Wir haben die wichtigsten Infos zum Darlehen zusammengefasst. https://www.kreatives-sachsen.de/2020/03/21/soforthilfe-fuer-freiberuflerinnen-und-kleinstunternehmen/


Kultur-Notfallfond

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

viele von Ihnen haben in den kommenden Wochen und Monaten wegen der Schließung sämtlicher Museen und anderer Kulturinstitutionen finanzielle Engpässe zu befürchten. In mehreren Schreiben, u.a an die Bundeskulturstiftung und den Deutschen Kulturrat (s. unten), haben wir die Verantwortlichen daran erinnert, bei der Unterstützung über einen Kultur-Notfallfonds neben den Künstlerinnen und Künstlern auch die - vor allem freiberuflich tätigen - Kunstkritiker und Kunstkritikerinnen mit im Blick zu behalten.

Noch stehen die Hilfsmaßnahmen im Bereich der Kultur am Anfang. Wir, der AICA-Vorstand, möchten Ihnen dennoch erste nützliche Informationen zukommen lassen.

Die Liste der links soll erweitert werden, sobald wir von weiteren Maßnahmen erfahren. Es wäre daher sehr sinnvoll, wenn Sie uns - etwa aus Ihrer Kommune oder Ihrem Bundesland - weitere Initiativen und deren Adressen mitteilten, die unseren Kolleginnen und Kollegen helfen könnten!

Das Kulturministerium Nordrhein-Westfalens informiert unter folgender Adresse:
https://mkw.nrw/sites/default/files/documents/2020-03/200320_soforthilfen_fuer_kultur_in_nrw.pdf

Beachten Sie: Hier in NRW kann auch Hilfe von Nichtmitgliedern der KSK beantragt werden, wenn sie in einem Berufsverband sind. Daher sollten Sie im Antrag Ihre AICA-Mitgliedschaft anführen.

Auch der Deutsche Kulturrat informiert aktuell über wichtige Neuigkeiten zum Thema Corona und Kultur:
https://www.kulturrat.de/corona/
Bitte berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen bei der Antragstellung, damit wir bei möglichen Problemen mit den jeweiligen Institutionen informiert sind und Sie gegebenenfalls unterstützen können!

Bleiben Sie gesund, kreativ und optimistisch!

Es grüßt Danièle Perrier, Präsidentin, für den Vorstand der deutschen AICA


Grütters will krisengebeutelte Künstler retten

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/corona-monika-gruetters-will-krisengebeutelte-kuenstler-retten-16693838.html


Corona-Krise/AICA Brief an den Kulturrat

Sehr geehrter Herr Zimmermann,

in Ihrem Schreiben vom 16.März 2020 hatten Sie um Informationen aus dem Kultur- und Medienbereich zu den absehbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie gebeten. Diese Angaben sollen als Grundlage für die Tätigkeit eines geplanten Notfallfonds für die Betroffenen dienen.

Als deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA möchten wir in diesem Zusammenhang auch auf die bedrohliche materielle Situation hinweisen, die für viele unserer schreibenden oder sendenden Kolleginnen und Kollegen absehbar ist. Dies gilt natürlich ganz besonders für die große Zahl der freiberuflich tätigen Kunstkritikerinnen und -kritiker, wie wir schon jetzt aus den Reihen unserer 200 Mitglieder täglich erfahren.

Die absehbare monatelange Schließung von Museen und Galerien hat ganz unmittelbar den Verlust oft schon lange fest eingeplanter Honorare für Katalogtexte oder Beiträge in den verschiedensten Medien zur Folge. Dies wird wiederum auf längere Sicht eine geringere Ausschüttung der VG Wort nach sich ziehen – von langfristigen Rentenverlusten ganz zu schweigen.

Viele der „Freiberufler“, die zudem teils als Kuratoren tätig sind, haben weiterhin finanzielle Nachteile durch die Absage ihrer geplanten Ausstellungen mit der zusätzlichen Einbuße von Honoraren als Ausstellungs-Guides.

Wie bei allen anderen freien Berufen laufen natürlich die Kosten für Miete, Krankenversicherung, Altersvorsorge oder den zur beruflichen Flexibilität nötigen PKW weiter. Auch bereits gebuchte und bezahlte Tickets, Hotels usw. sorgen bis zur möglichen Rückerstattung für finanzielle Engpässe.

Wir als Kunstkritikerinnen und Kunstkritiker sehen uns solidarisch an der Seite der vielfach ebenso in ihrer finanziellen Existenz bedrohten Künstlerinnen und Künstler.

Ihnen, sehr geehrter Herr Zimmermann, ist klar, welche Rolle wir alle gemeinsam – als Kritiker vielleicht eher in der zweiten Reihe der öffentlichen Wahrnehmung stehend - für den von Ihnen in Ihrem Schreiben erwähnten gesellschaftlichen Zusammenhalt durch die Kultur spielen. Daher sind wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie auch unsere Anliegen in diesen schwierigen Zeiten an die politisch und organisatorisch für den Notfallfonds Verantwortlichen weiterleiten könnten.

Der Hinweis von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer gestrigen Ansprache, nicht nur den ökonomischen und sozialen, sondern auch den kulturellen Schaden durch die Corona-Pandemie in der Bundesrepublik mit vereinten Anstrengungen zu begrenzen, lässt uns auf schnelle und unbürokratische Hilfe für unsere in ihrer beruflichen Existenz bedrohten Kolleginnen und Kollegen hoffen.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Gespräche zur Verfügung und bedanken uns schon jetzt für die Unterstützung durch den Deutschen Kulturrat.

Mit freundlichen, aber besorgten Grüßen:

Danièle Perrier, Ellen Wagner, Uta M. Reindl, Gerd Korinthenberg
Präsidium der AICA Deutschland e. V.

Köln, 19. März 2020


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